Am Wochenende starteten neun Paddlerinnen und Paddler zur Kanutour auf dem oberen Neckar. Um 9 Uhr wurde bei bewölktem Wetter aufgeladen. Eine Stunde später ging es in Horb ans Abladen. Zwei große starke Männer hoben die Kanadier vom Dach und trugen den ersten zur schrägen Böschung. Auf das Kommando“ Lass sauen“ ließen beide los. Unglücklicherweise beschleunigte das Boot stark und sauste ungebremst über die Kiesbank in den Neckar. In der starken Strömung trieb es schnell ab. Beide Sportler sprinteten hinterher und warfen im Laufen die Kleider ab. Nach einem mutigen Kopfsprung in die eisigen Fluten, gelang es dem Ersten das Kanu zum Ufer zu schieben. Der Zweite zog es wieder an Land. Sie zogen trockene Paddelklamotten an und setzten Autos nach Bieringen um.
Nun konnte die 16 Kilometer lange Fahrt beginnen. Der Fluss mäandert durch einen landschaftlich reizvollen Abschnitt mit unzähligen Schneeglöckchen. Dabei macht die muntere Strömung das Paddeln entspannt. Unterwegs gibt es frische Biberfraßspuren an Bäumen, sowie Bauten des Sumpfbibers im Steiluferbereich zu entdecken.
Der hohe Wasserstand machte die Befahrung der Wehre anspruchsvoll. An einer Walze unterhalb eines Wehrs kam es zu einer Kenterung, die jedoch glimpflich ausging. Manche umtrugen lieber, obwohl Ein- und Ausstiege mit hohen, schlammigen Böschungen schwierig waren. Dank gegenseitiger Hilfe schafften es alle gut.
Im Rauschen zwischen Fischtreppe und Wehr wurde die Mittagspause auf der Kiesbank verbracht. Danach ging die Tour weiter am Golfplatz vorbei und durch Wiesen, Auen und kleine malerische Dörfer.
Die abwechslungsreiche Natur und die lebendige Flusslandschaft machten die Tour zu einem eindrucksvollen Erlebnis.