Paddelabenteuer in der Fränkischen Schweiz: Eisregen, Felsen und fränkische Küche

Gespeichert von UlliKnoll am

 

Mit elf Personen startete Anfang Mai eine erlebnisreiche Kanutour durch die Fränkische Schweiz. Bereits die ersten Tage verlangten der Gruppe einiges ab: Kalte Morgenstunden mit Eisregen und immer wieder auftretende Schauer sorgten für echtes Outdoor-Feeling. Trotzdem ließen sich die Teilnehmer die gute Stimmung nicht verderben.

Am 10. Mai führte die erste Etappe auf der Pegnitz von Artelshofen nach Hersbruck über 18,4 Kilometer. Der Fluss zeigte sich dabei von seiner wilden Seite. Viele enge und äußerst kurvenreiche Passagen verlangten volle Konzentration. Zusätzlich erschwerten zahlreiche umgestürzte Bäume im Wasser die Fahrt. Immer wieder mussten Hindernisse umfahren oder die Boote darüber gewuchtet werden.

Belohnt wurden die Strapazen am Abend mit fränkischer Küche: Das traditionelle Schäufele war sehr beliebt. „Immer noch sehr lecker“, lautete das einhellige Urteil der Gruppe.

Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer vom Wiesenttal. Die Wiesent präsentierte sich als lebendiger Wiesenfluss inmitten einer schönen Landschaft. Das Naturschutzgebiet bot eine eindrucksvolle Kulisse aus Felsen, Wäldern und grünen Talauen. Die Etappen von Doos bis Muggendorf am 11. Mai über 15,2 Kilometer sowie von Muggendorf bis Ebermannstadt am 13. Mai über 8,6 Kilometer gehörten zu den landschaftlichen Höhepunkten der Tour.

Auch abseits des Wassers gab es viel zu entdecken. Besucht wurden die Riesenburg, eine eindrucksvolle Felsenversturzhöhle, sowie die Burg Rabeneck, die heute als Schlosshotel genutzt wird. Auf dem Panoramaweg verlangten zahlreiche steile Anstiege,eine gute Kondition.

An Himmelfahrt stand Bamberg auf dem Programm. Vom Campingplatz aus paddelte die Gruppe durch die historische Stadt. Besonders sehenswert war das Alte Rathaus auf seiner künstlichen Insel. Für Spaß sorgten enge Kurven und die steile Fischtreppe. Der Rückweg gegen die Strömung auf Main-Donau-Kanal und Regnitz wurde dagegen zur sportlichen Herausforderung.

Am Folgetag führte die letzte Etappe zwölf Kilometer über die Regnitz. Mit niedrigen Wasserstands ging es an der Einsatzstelle Aisch durch den alten Flussarm bis bis zum Campingplatz.

Trotz Regen, Kälte und anstrengender Passagen bleibt die Ausfahrt für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.

Paddelgrüsse vom Wiesenttal
Synchroner Brückenstarter
Am Lagerfeuer in Gössweinstein
In Bamberg begegnen Kanuten einer Gondel
Unterwegs in der Riesenburg
Bamberg mit dem Kanu erleben
Auf der Pegnitz